Haibane Renmei
Episode 4: Der Mülltag - Der Uhrturm - Vögel, die über die Mauer fliegen
Der Titel der Episode
| Titel: | Der Mülltag |
|---|---|
| Titel: | Der Uhrturm |
| Titel: | Vögel, die über die Mauer fliegen |
Wieder befindet Rakka sich in den Wolken. Doch diesmal sind sie nicht hell, sondern ziemlich finster, und das Rauschen des Windes klingt bedrohlich.
Rakka hört lautes Flügelschlagen:
| Rakka: | Ein Vogel. |
|---|---|
| Rakka: | Den habe ich schon irgendwo... |
Rakka bewegt sich auf den Vogel zu - da ertönt ein lauter Gong, und der Vogel fliegt davon. (Vertrieben durch Kana - eine Szene, die wir noch öfters sehen werden.)
Rakka steht in einem runden Lichtkegel; in einer ähnlichen Umgebung wird sie diesen Vogel später wieder treffen...
Rakkas Schlaf wird ziemlich abrupt beendet:
| Rakka: | Ah... was ist das? |
|---|
Kana macht einen Lärm, mit dem man Tote aufwecken könnte. Und das gelingt ihr auch. ;-)
| Kana: | AUF... WACH... EEEN!! |
|---|---|
| Rakka: | Was ist los?! |
| Rakka: | Oh, Kana. |
| Kana: | Komm schon! Du wolltest mir doch heute bei der Arbeit helfen. |
| Rakka: | Ach ja, richtig. Wie spät ist es? |
Kana wirft einen Blick auf ihre Taschenuhr:
| Kana: | 6 Uhr 34. |
|---|---|
| Rakka: | Ich bin todmüde. |
| Rakka: | Gute Nacht. |
Kana läßt sich nicht abwimmeln und macht den Härtetest: Wie gut hält dieser Halo inzwischen an Rakka?
| Kana: | Los jetzt, raus aus den Federn! |
|---|
| Rakka: | Hilfe, aufhören! |
|---|
Tja, gegen rohe Gewalt hat Rakka keine Argumente mehr.
Das Waschen ihres Gesichts erfrischt Rakka sichtlich, aber beim Abtrocknen mit ihrem Kissen (obwohl links an der Wand offenbar ein Handtuch hängt) schläft sie fast wieder ein.
| Rakka: | So... |
|---|
Das Anziehen funktioniert inzwischen reibungslos. Kana hat derweil Rakkas Vogelfutter entdeckt - und sie ist nicht glücklich darüber:
| Kana: | Rakka. |
|---|---|
| Rakka: | Auf geht's! |
| Kana: | Hast du das draußen hingelegt? |
| Rakka: | Ja, ich dachte, die Vögel mögen es. |
Rakka ist von Beginn an freundlich zu den Vögeln - das wird sich später für sie auszahlen. Das Füttern ist anscheinend ihre erste eigenständige Entscheidung in Old Home - und die stößt gleich auf Widerspruch:
| Kana: | Laß das sein. Das lockt Krähen an. |
|---|
Soll es ja auch! Aber in Episode 2 haben wir gehört, daß Kana Krähen haßt.
| Kana: | Die bringen unseren Abfall schon genug durcheinander. |
|---|
Kana wirft die Schachtel mit dem "Vogelfutter" direkt in den Müll, statt sie etwa auszuleeren und Rakka zurückzugeben.
| Rakka: | Aber... |
|---|
Erneut wird Rakka von Kana "überfahren".
| Kana: | Ach ja, der Müll! |
|---|---|
| Kana: | Rakka, laß uns den Müll aus der Küche rausbringen! |
Gesagt, getan - Rakka trägt zwei offenbar unangenehm riechende, aber schwere Beutel in einer ziemlich unbequemen Haltung und kann Kanas Tempo nicht mithalten:
| Rakka: | Kana! |
|---|---|
| Rakka: | Wa... Warte! |
Als Kana die Krähen entdeckt, läßt sie ihren Mülleimer fallen und greift nach dem Besen. Rakka hebt Kanas Müll wieder auf.
| Kana: | Ihr schon wieder! |
|---|---|
| Kana: | Macht, daß ihr weg kommt! |
| Kana: | Verfluchte Vögel! |
Denn diese sind schneller als Kana und lassen sich schließlich auf der Umfassungsmauer von Old Home nieder. ("Vögel über der Mauer" werden wir heute noch öfter zu sehen bekommen.)
Kana ist völlig außer Atem, hat aber nichts erreicht und ist stinksauer:
| Kana: | Mist, die weichen meinen Bewegungen einfach so aus! |
|---|
Sowohl Reki als auch Kana fluchen gelegentlich ziemlich heftig (Kanas "kuso" = "shit"). Bei Kana habe ich den Verdacht, daß sie durch das Herauskehren des "bösen Mädchens" (wir erinnern uns an ihre "Gruselstory" über die Haibane Renmei, als Rakka ihr Namensschild bekam) eigene Unsicherheiten überspielen will - später, als Kuu das Nest verläßt, leidet Kana neben Rakka am stärksten darunter.
| Rakka: | Kana! |
|---|
Als Rakka Kanas Mülleimer in die Höhe stemmt, zischt sie etwas, das ebenfalls "kuso" sein könnte.
Kana bemerkt endlich, daß sie Rakka die ganze Arbeit aufgebürdet hat:
| Kana: | Ah, entschuldige. |
|---|
Rakka findet das gar nicht toll, was Kana gerade tut (sowohl gegenüber den Krähen als auch mit ihrem Mülleimer):
| Rakka: | Was soll denn das?! |
|---|
Kana achtet derweil mehr auf die Krähen als auf Rakka:
| Kana: | Ich hatte die Klappe doch fest verschlossen! |
|---|---|
| Kana: | Sie haben also schon gelernt, diese Klappe zu öffnen. |
Wieder ein Punkt, wo Kana ihre Gegner unterschätzt hat. Rakka ist begeistert:
| Rakka: | Die sind aber ganz schön schlau! |
|---|
Doch Kana ist nicht bereit, die Leistungen der Krähen offen anzuerkennen:
| Kana: | Beeindruckt dich das etwa? |
|---|---|
| Kana: | Mistviecher! Schau dir das Durcheinander an! |
Rakka versucht immer noch, Frieden zu stiften (wie sie das später auch bei Reki und Midori tun wird):
| Rakka: | Warum sortieren wir nicht etwas für die Krähen aus? |
|---|---|
| Kana: | Und wenn sie sich an deine Fütterung gewöhnen und davon abhängig werden, was dann? |
| Rakka: | Oh... |
Rakka sieht nun ziemlich bedröppelt aus - daran hat sie nicht gedacht.
| Kana: | Krähen leben nach ihren eigenen Regeln. |
|---|---|
| Kana: | Du darfst es ihnen nicht zu einfach machen. |
Rakka ist in Gedanken versunken, statt Kana das Feuerzeug zum Anzünden des Mülls zu reichen:
| Kana: | Komm schon, nicht einschlafen! |
|---|
Jetzt fängt Kana plötzlich an, über die Krähen zu philosophieren - und zeigt, daß ihr viel mehr an diesen "Mistviechern" liegt, als sie bisher bereit war, offen zuzugeben:
| Kana: | Diese Vögel sind schon irgendwie etwas Besonderes. |
|---|---|
| Kana: | Immerhin sind sie die einzigen, die diese Mauer überqueren können. |
| Kana: | Würden sie sich daran gewöhnen, gefüttert zu werden, dann könnten sie woanders nicht mehr überleben. |
| Kana: | Sie würden dann nur noch in der Stadt leben und wären nicht mehr frei. |
| Kana: | Womöglich wären sie sogar glücklich dabei. |
| Kana: | Aber das fände ich traurig. |
Tja, Kana zeigt doch überraschend viel Mitgefühl für die nach eigener Aussage "verhaßten" Vögel.
| Rakka: | Stimmt. |
|---|
Nachdenklich blickt Rakka zu den Krähen hinauf.
| Kana: | Hey, schaut uns nicht so bettelnd an! |
|---|---|
| Kana: | Rakka, paß auf. Sonst machen sie dir noch auf den Kopf. |
Ich liebe diese Zeile - man ahnt das Ende der Episode bereits an dieser Stelle. ;-)
Vorhin hatte Kana Rakka angerempelt, sie solle nicht im Stehen einschlafen; nun Kana treibt Rakka schon wieder an. Und Rakka, die sich an den Vögeln nie satt sehen kann, erwacht wie aus einem Traum:
| Rakka: | Äh, ja. |
|---|---|
| Kana: | Laß uns gehen. |
Endlich kümmert Kana sich auch mal um Rakka:
| Kana: | Hast du genug geschlafen? Du siehst ziemlich fertig aus. |
|---|---|
| Rakka: | Ich weiß nicht mehr genau, aber ich glaube, ich hatte einen Albtraum. |
| Kana: | Dann war es ja eine gute Idee, dich aufzuwecken. |
| Rakka: | Vielleicht bin ich auch deshalb so müde... |
Kana und Rakka gehen zurück ins Haus.
| Kana: | Zeit für's Frühstück. |
|---|
Zum zweiten Mal heute sieht Kana auf ihre kostbare Taschenuhr.
| Rakka: | Woher hast du die Uhr? |
|---|---|
| Kana: | Cool, hm? |
| Kana: | Die habe ich im Lager gefunden, wo sie Staub ansetzte, und dann repariert. |
| Rakka: | Du alleine? |
| Rakka: | Großartig! |
| Kana: | Nicht der Rede wert. |
| Kana: | Ich mußte bloß eine Feder ersetzen. |
| Rakka: | Trotzdem großartig! |
Beide argumentieren von einem unterschiedlichen Kenntnisstand. Deshalb fand Rakka vorhin auch die Fähigkeit der Vögel, die Klappe zu öffnen, so beeindruckend.
| Kana: | Das war nur eine Fingerübung. |
|---|---|
| Kana: | Mein nächstes Projekt wird etwas richtig Großes sein. |
| Rakka: | Etwas richtig Großes? |
| Kana: | Willst du mal sehen? |
Und genau das passiert auch gleich: Kana nimmt Rakka mit in den Uhrturm.
Derweil am Frühstückstisch: Nemu bringt den Tee in einer Teekanne, welche Reki nicht bekannt vorkommt:
| Reki: | Wo hast du denn die aufgegabelt? |
|---|---|
| Nemu: | Hübsch, nicht wahr? |
| Nemu: | Der alte Mann aus dem Antiquitätenladen hat sie mir gegeben, weil ich ihm ein paar Informationsquellen herausgesucht habe. |
| Reki: | Oh, du mißbrauchst also deine Stellung als Bibliothekarin, ja? |
Hm? Gibt es da irgend eine Regel für Bibliothekare? Hat Nemu die Belohnung explizit gefordert? Reki scheint irgendwie schlecht drauf zu sein - naja, unser "Morgenmuffel"... Reki und Nemu sticheln einander ohnehin gerne.
| Nemu: | Jetzt hör mal auf, meinen Ruf zu ruinieren. |
|---|---|
| Nemu: | Er wollte doch nur nett zu mir sein. |
Kein Wunder: Ein alter Mann und eine junge, hilfsbereite Frau... ;-)
| Nemu: | Ich habe einen ganzen Monat dafür benötigt. |
|---|---|
| Nemu: | Und außerdem sind die Sachen bereits gebraucht, wie es die Regel vorschreibt. |
Diese Regel kennen wir seit Rakkas erstem Kleiderkauf.
| Reki: | Es ist schon schlimm, wie berechnend man im Laufe der Jahre wird... |
|---|
Was nun nicht nur die angebliche Gier von Nemu hervorhebt, sondern Nemu auch noch als die "alte Frau" erscheinen läßt... aber Nemu kennt ihre ehemalige Zimmergenossin lange genug, daß sie solche kleinen Spitzen wegstecken kann.
| Nemu: | Kuu, Frühstück! Beeil dich und komm rein. |
|---|
Nemu will Kuu nicht zumuten, deren Morgengymnastik sofort abzubrechen - aber sie meldet "Bedarf nach Beeilung" (= Hunger) an.
Kuu schaut derweil zur Turmuhr hinüber und wundert sich:
| Kuu: | Hm? |
|---|
Worüber genau sie sich wundert, das ist nicht klar zu erkennen. Vielleicht hat sie Kana und Rakka durch ein Turmfenster gesehen?
Kana und Rakka laufen die Treppenstufen hinauf; Rakka ist das nicht gewohnt, und schlecht geschlafen hat sie ja auch noch.
Kana wuchtet die Klapptüre zum Glückenstuhl auf:
| Kana: | Na also! |
|---|
Ganz schön staubig übrigens, wenn man bedenkt, daß Kana dort oben arbeiten möchte, und die Klappe klemmt auch ein bißchen.
| Kana: | Komm rein. |
|---|
Das Bild dazu ist übrigens ein kleiner Fingerfehler: Wohin ist Kanas Halo verschwunden? Der von Rakka ist deutlich sichtbar...
| Kana: | Das ist wie ein Geheimversteck, nicht wahr? |
|---|
Kana denkt und fühlt wie ein Junge, finde ich. Und sie sieht auch fast wie einer aus.
| Rakka: | Ja, toll! |
|---|
Rakka hingegen benimmt sich viel mehr wie ein Mädchen - wir sehen oft genug, wie sie sich selbst bzw. ihre Kleidung im Spiegel betrachtet. Wahrscheinlich bewundert sie also nicht die "geheime Basis", sondern schon eher dieses technische Wunderwerk. Sie fragt ja auch sofort weiter:
| Rakka: | Sag nicht, du willst das reparieren?! |
|---|
Was Rakka als Titanenarbeit erscheinen würde, nachdem sie ja schon Kanas Reparatur der Taschenuhr so bewundert hatte.
| Kana: | Das da werde ich nicht schaffen. Diese Maschine ist kaputt. |
|---|---|
| Kana: | Alleine wüßte ich nicht mal, womit ich anfangen sollte. |
Offenbar ist ziemlich vieles davon kaputt - Kana hat sich das Teil gründlich angesehen und auch schon ein passendes Teilprojekt gefunden:
| Kana: | Das hier will ich reparieren. |
|---|---|
| Rakka: | Was ist das? |
| Kana: | Früher hat hier jemand gelebt, der versuchte,... |
| Kana: | ...diese Uhr so zu verändern, daß das Getriebe durch Elektrizität statt von einem Pendel angetrieben wird. |
| Kana: | Wer immer das war, er war genial. |
| Kana: | Es ist beinahe fertig. |
| Kana: | Wenn ich die verrosteten Teile ersetze und der Motor funktioniert,... |
| Kana: | ...vielleicht läutet dann sogar die Glocke wieder! |
| Rakka: | Meinst du wirklich? |
Rakka konzentriert sich mehr auf den Uhrmacher und dessen Geschichte als auf die Uhr:
| Rakka: | Ob dieser "jemand" wohl auch einer von uns Haibane war? |
|---|---|
| Kana: | Keine Ahnung. |
| Kana: | Es gibt Skizzen und Notizen, aber darin geht es nur um die Mechanik. |
| Kana: | Nichts über die Person oder wie lange das alles bereits her ist. |
Dialogue: Marked=0,0:08:52.40,0:08:56.10,Kana,,0000,0000,0000,,Seitdem ich hier geboren wurde, habe ich sämtliche Räume durchsucht.
| Kana: | Seitdem ich hier geboren wurde,... |
|---|---|
| Kana: | ...habe ich sämtliche Räume durchsucht. |
| Kana: | Aber ich habe dabei nichts gefunden... |
| Kana: | ...außer dem hier. |
| Kana: | Für mich ist das wie eine Schatzkarte. |
Gerade weil sie das einzige Ergebnis ihrer Suche waren, sind ihr diese Zeichnungen so kostbar.
| Kana: | Ich glaube, daß jeder, der das liest, die Reparaturen vervollständigen möchte. |
|---|---|
| Rakka: | Deshalb arbeitest du beim Uhrmacher? |
| Kana: | Ja, irgendwie schon. |
| Kana: | Aber ich habe noch viel zu lernen. |
| Rakka: | Ich drücke dir die Daumen. |
| Kana: | Hm. |
| Kana: | Oh je! |
| Kana: | Ich muß zur Arbeit! |
Währenddessen am Frühstückstisch:
| Nemu: | Irgendwie ist das echt gemütlich hier. |
|---|---|
| Reki: | Finde ich auch. Genau so sollte man einen Tag beginnen. |
| Hikari: | Mit einem guten Tee läuft doch gleich alles viel besser. |
In diesem Moment betritt die "Antithese der Gemütlichkeit" mit Schwung das Zimmer, würgt ein Hörnchen herunter, spült mit Tee (aus Hikaris "Genießer"-Tasse!) nach, packt ein zweites ein...
| Rakka: | Ka... Kana. |
|---|---|
| Kana: | Rakka, Proviant! |
... und wirft Rakka ein drittes zu, bevor sie diese aus dem Zimmer zerrt. Rakkas Schreie sind noch auf weite Entfernung hörbar.
Ausgerechnet Kuu (schon mit Mütze!) ißt ungerührt weiter. Nemu und Hikari sind wie vom Schlag getroffen; Reki faßt sich als erste wieder:
| Reki: | Was sollte das denn!? |
|---|
Kana drückt auf's Tempo; Rakka kann kaum mit ihr mithalten.
| Rakka: | Halt! Warte! |
|---|---|
| Rakka: | Abmelden nicht vergessen... |
Rakka ist offensichtlich besorgt, im Streß der Situation Dinge wie das Umdrehen des Namensschildes zu übersehen und damit eine Regel zu brechen. (Im Prinzip glaubt Rakka an Regeln - sie akzeptiert später auch ihre Strafe wegen Berührung der Mauer, während Reki dagegen protestiert, obwohl sie selbst - diesmal - gar nicht betroffen ist.)
| Kana: | Schnell, spring auf! |
|---|---|
| Rakka: | Das ist doch verrückt! |
| Rakka: | Nein...! Warte...! Nein...! St... |
| Kana: | Du wirst dir noch die Zunge abbeißen, wenn du dabei redest! |
Etwas Ähnliches hat Rakka in Episode 1 schon von Reki zu hören bekommen.
| Rakka: | Hilfe, wir fliegen! |
|---|
Aber für Rakka ist das kein angenehmes Erlebnis... ob sie dabei an ihren Traum denkt?
09:04 Uhr: Kana und Rakka haben den Uhrmacherladen erreicht.
| Kana: | Sieht so aus, als hätten wir es noch geschafft. |
|---|
Kana ist sich nicht sicher - und sie hat sich ja auch geirrt, wie sie gleich merken wird.
| Kana: | Glück gehabt. Der Meister scheint auch mal zu spät zu sein. |
|---|---|
| Kana: | Wir nehmen den Hintereingang. |
Rakka tun alle Knochen weh - aber "Kana mit der rauhen Schale" ist das gerade mal einen Scherz wert:
| Kana: | Hätte ich das gewußt, dann hätten wir nicht so zu rasen brauchen. |
|---|---|
| Kana: | Hier entlang! |
| Kana: | Hey, prima - sie läuft! |
| Rakka: | Was meinst du? |
| Kana: | Wir sind dabei, die alten Teile auszutauschen. |
| Kana: | Gestern haben Leute hier bis spät in die Nacht gearbeitet. |
Und deren Spuren werden wir gleich noch zu sehen bekommen.
| Kana: | Verstehe - also deshalb hat der Meister verschlafen! |
|---|
Aber tatsächlich ist der Meister sehr wohl schon da, auch wenn die Ladentür noch zu ist:
| Oyakata: | Du solltest nicht von dir auf andere schließen. |
|---|
Und jetzt nimmt sich der Meister seinen Lehrling "zur Brust":
| Oyakata: | Du bist sieben Minuten zu spät. |
|---|
Kana besitzt die Frechheit, seelenruhig auf ihre Taschenuhr zu sehen und diese Aussage zu kommentieren:
| Kana: | Stimmt auf die Sekunde. |
|---|
Was ihren Chef nicht wirklich glücklich macht:
| Oyakata: | Dummkopf! |
|---|---|
| Oyakata: | Was nützt dir eine reparierte Uhr, wenn bei dir eine Schraube locker ist? |
Kanas Meister ist seinem Lehrling ähnlich: Auch er ist äußerlich ziemlich grob (Rakka zuckt richtig zusammen, als Kana ausgeschimpft wird). Tatsächlich aber hält er viel von Kana, wie wir am Ende dieser Szene sehen werden.
Der Meister wendet seine Aufmerksamkeit nun Rakka zu:
| Oyakata: | Und wer ist die da? |
|---|
Das Bild zeigt nicht klar, ob er mehr Rakka oder mehr Kana anblickt, was den Unterschied zwischen "Und wer bist du?" und "Und wer ist das?" ausmachen würde. Wie auch immer - es ist jedenfalls Kana, die darauf antwortet:
| Kana: | Sie erinnern sich doch an die Neue, von denen ich Ihnen erzählt habe? |
|---|---|
| Kana: | Sie probiert verschiedene Berufe aus, um einen davon für sich zu wählen. |
| Oyakata: | Dann mußt du ihr einen besseren Eindruck vermitteln als bisher. |
Kana zieht die Augen zusammen - das hat gesessen. Denn sie hat in den Augen ihres Meisters gerade eine Art "Todsünde gegen die Berufsethik" begangen:
| Oyakata: | Wer kauft schon eine Uhr von einem unpünktlichen Uhrmacher? |
|---|---|
| Oyakata: | Oder Kleider von einem Händler, der in Lumpen herumläuft? |
Der Meister hat sich in Rage geredet und versetzt Kana einen Nasenstüber.
| Kana: | Autsch! |
|---|---|
| Oyakata: | Oder Sake von jemandem, der keinen Alkohol trinkt? |
Kana kann einfach ihre Klappe nicht halten und versucht, dem Meister die Worte im Mund herumzudrehen:
| Kana: | Ich darf eh keinen Sake kaufen. |
|---|
Der Meister hat nun endgültig genug von Kanas kleinen Provokationen:
| Oyakata: | Es reicht jetzt!! |
|---|---|
| Oyakata: | Hört auf mit der Wortklauberei und mach endlich den Laden auf! |
Genau das hat Kana die ganze Zeit gemacht, und es geht dem Meister "auf den Zeiger".
| Kana: | Schon gut, ich höre Sie klar und deutlich. |
|---|
Eigentlich war es auch schon wieder frech, wie sie die Finger demonstrativ in ihre Ohren steckt. Tatsächlich meint Kana wohl sogar "Sie brauchen ja nicht gleich so herumzubrüllen", aber eine weitere Frechheit kann sie sich im Moment nicht mehr leisten.
| Oyakata: | Und stell deinen Drahtesel gefälligst am Hintereingang ab wie sonst auch. |
|---|
Das hat Kana heute in der Hektik natürlich auch vergessen, und der olle Drahtesel vor dem Schaufenster ist nicht unbedingt verkaufsfördernd.
| Kana: | Zu Befehl! |
|---|
Eine echte Kana ergibt sich nicht kampflos! ;-)
| Kana: | Blöder Mist. Er muß uns von oben gesehen haben. |
|---|
Nachdem Kana den Raum verlassen hat, wendet sich der Meister nun endlich direkt an (die ziemlich verschüchterte) Rakka. Zu dieser ist aber gar nicht grob, auch wenn er seine Art nicht grundlegend ablegen kann:
| Oyakata: | Und wie heißt du? |
|---|
| Rakka: | Ich... ich heiße Rakka. |
|---|---|
| Oyakata: | Und du bist neu im Old Home, richtig? |
| Rakka: | J.. Ja. |
| Oyakata: | Hast du dich schon in der Stadt eingelebt? |
Was ja die Voraussetzung dafür ist, arbeiten zu müssen.
| Rakka: | Ein... ein bißchen. |
|---|---|
| Oyakata: | Ist Kana nett zu dir? |
Es ist interessant, wie Rakka zögert und einen Moment nachdenken muß! Auch Kana geht nicht gerade zimperlich mit Rakka um (wir erinnern uns an das morgendliche Wecken). Aber dann fällt Rakka der Satz von Nemu aus Episode 2 ein: "Kana kümmert sich um dich auf ihre eigene Art." Und darauf wird Rakka sich später bei der Heimfahrt beziehen.
| Rakka: | Ja. |
|---|
Sie hat gerade quasi einen Fragebogen ausgefüllt - ob der Meister den bei Gelegenheit bei der Renmei abliefern wird?
Rakka hat durch die (für sie) überraschend freundlichen Fragen etwas Mut geschöpft und ergreift nun die Initiative:
| Rakka: | Ich möchte mich gerne nützlich machen. |
|---|
Der Meister schaut sie prüfend an und macht einen Vorschlag:
| Oyakata: | Du könntest den Raum einen Stock höher putzen. |
|---|---|
| Oyakata: | In letzter Zeit habe ich einfach zuviel um die Ohren. |
Kana schaut vom Laden durch die Tür herein und fragt:
| Kana: | Meister, sollen wir uns heute um den Laden kümmern? |
|---|
Immerhin hat Kana heute Verstärkung und könnte also etwas tun, was sie sonst alleine nicht schafft.
Kaum ist Kana wieder im Raum, da wird der Oyakata sofort wieder laut und ruppig:
| Oyakata: | Nein, du gehst mit ihr rauf und hilfst beim Aufräumen. |
|---|---|
| Oyakata: | Dort sieht es ganz schön übel aus! |
Wobei sein Tonfall so klingt, als würde der Kana diesen Zustand irgendwie zur Last legen - dabei kann die diesmal wirklich nichts dafür. Kana nimmt die Anweisung mit wenig Begeisterung, aber ohne Widerrede hin:
| Kana: | Jawohl. |
|---|---|
| Kana: | Auf geht's, Rakka. |
Der Meister wendet sich nochmal an Rakka, und seine Stimme ist sofort mehrere Stufen leiser:
| Oyakata: | Wenn du Probleme hast, frag einfach Kana. |
|---|---|
| Rakka: | Alles klar. |
Auch Kana ist der unterschiedliche Tonfall des Meisters aufgefallen:
| Kana: | Wie kommt es, daß Sie zu jedem so nett sind außer zu mir? |
|---|
Rakka muß darüber lachen - sie hat ihre Scheu vor diesem Meister bereits verloren.
| Oyakata: | Dich nehme ich so hart ran, weil aus dir etwas werden kann. Also beschwer dich nicht. |
|---|
Wenn man sich die zahlreichen Szenen ansieht, in denen Kana sich "hängen läßt" (d. h. wo selbst Nemu sie wegen ihrer "spontanen Müdigkeit" aufzieht), dann ist dieser Meister das Beste, was ihr passieren konnte. (Fast ein bißchen wie Narusegawa für Keitarou im "Love Hina Winter Special". ;-) Wir werden dies am Ende des Tages noch einmal sehen.
| Kana: | Tja, so sieht er die Sache. |
|---|
Ich denke, Kana will damit sagen: "Das ist seine Rechtfertigung dafür, mich herumzukommandieren."
Kana und Rakka gehen also in den 2. Stock zum Aufräumen.
| Rakka: | O je! |
|---|---|
| Kana: | Du liebe Zeit... |
Der Anblick ist nicht gerade ermutigend - das könnte in echte Arbeit ausarten.
| Kana: | Eieiei... so sieht das jedesmal aus, wenn sie bloß mal eben ein Zahnrad ausgetauscht haben. |
|---|
Mit dem Unterton: "Die lassen auch keine Gelegenheit für ein Saufgelage aus."
| Kana: | Hoffentlich ist die Uhr nicht auch betrunken. Also ehrlich... |
|---|
Auch Rakka scheint überrascht vom Ausmaß des Chaos zu sein:
| Rakka: | Haben die hier eine Party gefeiert? |
|---|---|
| Kana: | Nachts arbeiten hier ganz schön viele Leute. |
Während anderswo nachts kaum jemand arbeitet - sieht man mal von Hikaris Bäckerei ab.
| Kana: | Wie kann er es mit der Pünktlichkeit so genau nehmen, wenn er gleichzeitig bei anderen Dingen so schlampig ist? |
|---|
Kana wirft Rakka eine Schürze zu, die schon beim Auffangen eine Staubwolke von sich gibt.
| Rakka: | Wo fangen wir an? |
|---|---|
| Kana: | Als erstes muß mal der Müll weg. |
| Kana: | Irgendwie scheint mein Mülltag zu sein... |
Ein paar Stunden später ist die Lage schon deutlich übersichtlicher geworden:
| Rakka: | Kana, gib mir mal den Lappen. |
|---|---|
| Kana: | Hier, nimm. |
Rakka fängt mal wieder an, nachzudenken:
| Rakka: | Offenbar arbeiten alle Haibane. |
|---|
Noch kennt Rakka die verlassene Fabrik nicht - aber von deren Bewohnern wissen auch wir nur sehr wenig.
| Kana: | Das wußtest du doch schon vorher. |
|---|
Richtig - das hat Rakka ja schon vom Washi gehört.
| Rakka: | Weißt du, ich frage mich, warum die Haibane arbeiten. |
|---|---|
| Kana: | Das ist nun mal eine Regel. |
| Rakka: | Das meinte ich nicht. |
Rakka hinterfragt alles und jedes - auch den Sinn der Regeln, an die sie sich zu halten hat.
| Kana: | Tja, also... |
|---|
Kana versteht, was Rakka meint, und fängt an, nachzudenken und eine Erklärung herzuleiten - wie am Morgen in Sachen "Krähenfütterung". Sie "zelebriert" ihren Vortrag auch richtig (sie räuspert sich extra vorher):
| Kana: | Ist dir aufgefallen, wie gut behütet wir in dieser Stadt leben können? |
|---|---|
| Rakka: | Ja, das stimmt wohl. |
| Kana: | Stört dich das nicht? |
| Kana: | Irgendwie werden wir wie kleine Kinder behandelt. |
Und das will eine Kana nicht auf sich sitzen lassen - dafür hat sie zuviel Ehrgefühl.
| Kana: | Also arbeiten wir, damit wir uns nicht mehr in ihrer Schuld fühlen. |
|---|---|
| Rakka: | Verstehe. Das klingt ganz wie Kana. |
Das ist eine Eigenheit von Rakka: Sie versucht, Personen zu analysieren und deren Charakterzüge zu erkennen. (Deshalb ist sie am Ende die einzige, die Rekis Situation begreifen kann und deren Maske durchschaut.) Rakka ist der analytischste Charakter dieser Serie, der geborene Wissenschaftler; Kana ist dagegen der geborene Mechaniker (ungefähr wie Chief O'Brien aus Star Trek / Deep Space 9).
Rakka setzt sich auf einen Stuhl. Kana ist jetzt neugierig geworden, was Rakkas Situation angeht:
| Kana: | Gestern hast du Reki geholfen, nicht wahr? |
|---|---|
| Rakka: | Ja. |
| Rakka: | Reki, Hikari und du - ihr alle habt eine Arbeit, die ihr gerne macht. |
| Rakka: | Ich weiß nicht, was für eine Arbeit ich mir suchen soll. |
Das ist auch nachvollziehbar: Ein einziger Tag, und noch dazu mit so zufälligen Ereignissen wie Putzen beim Uhrmacher oder Karottenfüttern im Kindergarten, dürfte kaum ausreichen, um ihre eigenen Stärken und Schwächen zu erkennen. Wobei ja gerade dies ein Teil des Reifungsprozesses einer Haibane in Guri ist - und der dauert normalerweise Jahre. Kana hatte dieses Problem nicht - sie hat ihre Berufung an ihrem Geburtsort gefunden; Reki hatte es ebenfalls nicht, die hat ihre Berufung von ihrem Vorbild Kuramori übernommen. Leider wissen wir nicht, wie die Berufsentscheidungen der anderen Haibane abgelaufen sind.
| Kana: | Wenn du dich nicht entscheiden kannst, dann bleib doch erst mal dabei, Reki zu helfen. |
|---|
Das ist ein Job, der relativ wenige technischen Vorkenntnisse erfordert (dafür mehr Talent - beispielsweise Geduld, die Kana nicht unbedingt hätte), und das würde Rakka Zeit zum Überlegen geben. Kana denkt da sehr praktisch.
| Kana: | Die kann immer Hilfe brauchen. |
|---|
Aber sie bittet nie darum. Und letzten Ende ist dies tatsächlich die wichtigste Funktion, die Rakka in Guri übernehmen wird: Reki zu helfen.
| Kana: | Diese vielen Kinder zu betreuen hält sie ganz schön auf Trab. |
|---|---|
| Kana: | Und um die Älteren kümmert Reki sich ja auch noch. |
Reki ist nicht nur die Betreuerin der kleinen Haibane, sondern auch die Anführerin der Älteren, obwohl eigentlich Nemu die Dienstälteste in Old Home ist. In Krisensituationen (wie Rakkas Krankheit später) ist es immer Reki, auf die sich die anderen Haibane verlassen.
| Rakka: | Stimmt. |
|---|---|
| Kana: | Aber wenn du dich nicht anstrengst, dann wird sie sich am Ende auch noch um dich kümmern müssen. |
Das ist ein wichtiger Satz für die mittelfristige Entwicklung. Rakka ist tatsächlich noch stark von den Älteren abhängig, und es wird erst ihr senpai Kuu sein, die es ihr ermöglicht, in dieser Welt halbwegs auf eigenen Füßen zu stehen. Doch als Kuu das Nest verläßt, wird Rakka tatsächlich zu einem Pflegefall für Reki werden...
Vielleicht ist dies hier auch der Moment, in dem Rakka bewußt wird, daß sie mehr Initiative zeigen und mehr Selbständigkeit entwickeln muß... das wäre dann ein wertvoller Beitrag von Kana für Rakkas Entwicklung in Guri.
In jedem Fall ist Rakka über Kanas milden Spott ziemlich erschrocken:
| Rakka: | Meinst du wirklich? |
|---|
Rakka wirkt ziemlich nachdenklich in diesem Moment; das war eigentlich überhaupt nicht das, was Kana bewirken wollte. Sie merkt, daß das Gespräch in die falsche Richtung läuft:
| Kana: | Äh, ich meinte: Reki ist so nett, sie würde nie jemandem sagen, wenn sie Hilfe bräuchte. |
|---|
Sondern sie würde geduldig die zusätzliche Arbeit auf sich nehmen - genau wie sie in Episode 5 geduldig das o-bento für Nemu macht, die wegen des Produktionstermins ihres Buchs verschlafen hat. Das ist vermutlich das Beste, was Kana an dieser Stelle sagen kann - denn damit wäre Rakka für einen kleinen Teil des Glücks ihrer besten Freundin Reki moralisch verantwortlich, und das wiederum dürfte so ziemlich die stärkste Motivation für Rakka sein, sich nicht "hängen zu lassen".
Kana versucht, Rakka erst mal wieder ein bißchen aufzumuntern:
| Kana: | Rakka, du bist doch noch neu hier. Mach dir mal nicht zu viele Gedanken. |
|---|
Kana legt Rakka die Hände auf die Schultern (eine der wenigen Szenen, wo eine der Haibane eine andere berührt) und versucht, sie zu überzeugen:
| Kana: | Heute hast du doch hart gearbeitet. |
|---|---|
| Rakka: | Kann schon sein... |
Bei einer Hikari hätte das vielleicht gewirkt - aber wenn Rakka mal Probleme hat, dann dauert es eine Weile, bis sie damit fertig wird. In Rakkas Augen glitzern Tränen - sie läuft auf ihre erste große Krise zu, und ab Episode 5 wird ihr geringes Selbstwertgefühl immer deutlicher werden.
Kana denkt angestrengt nach - und dann kommt ihr eine Idee, wie sie Rakka auf andere Gedanken bringen kann:
| Kana: | Ach ja - wollen wir mal nach oben gehen? |
|---|
Auf dem Balkon des Glockenturms - Kana reckt und streckt sich. Ob sie in diesem Moment daran denkt, was Rakka im Kokon geträumt hat? Jedenfalls ist sie sich bewußt, wie dieser Ort auf ungeübte Besucher wirken muß:
| Kana: | Keine Sorge, der Balkon hat ein Geländer. |
|---|---|
| Kana: | Ist das nicht eine tolle Aussicht? |
| Rakka: | Ja. |
Genau wie in ihrem Traum: Solange Rakka nicht nach unten blickt, fühlt sie sich wohl dort oben.
| Kana: | Hier ist der höchste Punkt der Stadt. |
|---|---|
| Kana: | Wenn du dich hier oben wohl fühlst, brauchst du vor nichts mehr Angst zu haben. |
Die neugierige Rakka probiert erst einmal alle Richtungen aus:
| Rakka: | Hm, hier fühle ich mich aber nicht wohl... |
|---|---|
| Kana: | Weil du nach unten schaust. Schau in die Ferne. |
| Rakka: | Ferne... |
| Rakka: | Das Entfernteste, was ich sehen kann, ist... |
| Rakka: | ...die Mauer. |
Kana hat ihr Ziel erreicht: Rakkas Neugier hat ein neues (altes) Objekt ins Visier genommen. Und Kana darf mal wieder dozieren auf einem Gebiet, auf dem sie sich auskennt:
| Kana: | Genau. |
|---|---|
| Kana: | Die Stadt liegt in einem Talkessel, und der Turm steht in ihrem Zentrum. |
| Kana: | Deshalb ist die Mauer vermutlich höher als dieser Punkt hier. |
Auf jeden Fall reicht es aus, daß man nicht jenseits der Mauer nach unten blicken kann.
| Rakka: | Was wohl jenseits dieser Mauer liegen mag? |
|---|
Rakka sieht Kana während ihrer Frage nicht an - sie erwartet auch keine direkte Antwort.
| Kana: | Wer weiß? |
|---|
Kana versucht nun, zu erklären, wieso das nicht nur sie selbst nicht weiß, sondern vermutlich niemand das wissen kann:
| Kana: | Wir Haibane dürfen nicht mal in ihre Nähe. |
|---|---|
| Kana: | Niemand außer den Tooga kommt in diese Stadt, und deren Bewohner dürfen sie nicht verlassen. |
Die Tooga zu fragen ist verboten, und von den Stadtbewohnern kann niemand entsprechende Informationen besitzen.
| Kana: | Und wenn du rauskommen würdest, dürftest du nie wieder zurück. |
|---|
Kana hat immerhin alle für sie denkbaren Informationsquellen parat - offensichtlich beschäftigt sich jeder Haibane früher oder später mit dieser Frage (Nemu ja auch, wie wir bald sehen werden).
Gerade als Rakka erneut entmutigt sein könnte, entdeckt sie wieder etwas Neues, das ihre Aufmerksamkeit fesselt:
| Rakka: | Oh... |
|---|---|
| Rakka: | Vögel. |
| Kana: | Ja. |
| Rakka: | Die Vögel fliegen über die Mauer hinweg. |
Das ist die Zeile, welche dieser Episode ihren Titel gegeben haben muß.
| Kana: | Es heißt, sie nehmen das mit sich, was wir zurückgelassen haben. |
|---|
Das ist eine ziemlich unterspezifizierte Aussage (ganz untypisch für Kana!), weshalb Rakka sofort nachhakt:
| Rakka: | Zurückgelassen? |
|---|
Kana erklärt nun, was sie eigentlich gemeint hat:
| Kana: | Das, was wir vergessen haben, als wir in den Kokon kamen. |
|---|
Jetzt ist klar, daß es keine "Dinge" sind - sondern Erinnerungen, Probleme, Ängste, Schuldgefühle, Sünden etc.
Kana wirkt in diesem Moment gar nicht mehr so trocken und wissenschaftlich wie zuvor. Rakka bemerkt das und blickt Kana ins Gesicht - in diesem Moment durfte sie "hinter Kanas Mauer blicken" (wenn schon nicht hinter die Stadtmauer). Kana wird sofort rot (ihr ist es peinlich, so schwärmerisch gewirkt zu haben), und sie versucht, Distanz zu ihrer Aussage aufzubauen:
| Kana: | Hm, so erzählt das jedenfalls die Legende. |
|---|
Kana will klar machen, daß das nicht ihre eigenen Gedanken seien - aber ob ihr das gelingt? Rakka ist nicht dumm.
| Kana: | Wahrscheinlich sagt man das, weil die Vögel ungehindert über die Mauer fliegen können. |
|---|
Kana sucht dringend nach einem Themenwechsel - und sie erinnert sich daran, was eigentlich das Ziel der gesamten Aktion war:
| Kana: | Rakka? |
|---|---|
| Kana: | Fühlst du dich jetzt besser? |
In der Tat ist Rakka jetzt ruhig und ausgeglichen - sie hat ihre Ängste und Sorgen "hinter sich gelassen", die Vögel haben sie davon getragen. Kanas "Therapie" hat gewirkt - ohne jede Angst sieht Rakka nach unten und strahlt:
| Rakka: | Mir geht's prima. |
|---|
(Spontan fällt mir hier Reinhard Mey, "Über den Wolken" ein: "Und dann würde, was uns groß und wichtig erscheint, plötzlich nichtig und klein.")
| Kana: | Jetzt brauchst du vor nichts mehr Angst zu haben. |
|---|
Die Turmuhr zeigt 15:40 Uhr an - das Putzen und Aufräumen hat also immerhin mehr als 5 Stunden gedauert.
Der Meister sitzt an seinem Arbeitstisch. Kana schaut durch die Türe:
| Kana: | Wir sind fertig mit dem Saubermachen! |
|---|
Kana befertigt ein Schild an der Zimmertür:
| Kana: | Und das hier ist für Sie. |
|---|---|
| Oyakata: | Was soll das sein? |
| Schild: | Zimmer sauber halten |
Beide Mädchen grinsen sich eins; der durch diesen Zettel ja ebenfalls kritisierte Meister ist "not amused":
| Oyakata: | Kümmert euch um euren eigenen Kram! |
|---|---|
| Kana: | Sonst noch was? |
| Oyakata: | Für heute war's das. |
Aber der Meister hat da noch etwas - er holt einen Werkzeugkasten aus dem Regal.
| Kana: | Was ist damit? |
|---|
Der Meister legt Kana bedeutungsschwer die Hand auf die Schulter und sagt mit Grabesstimme:
| Oyakata: | Deine Strafe für's Zuspätkommen. |
|---|---|
| Oyakata: | Du wirst die Turmuhr bei euch daheim reparieren - allein. |
Hat Kana den Meister etwa vorher gefragt, ob er ihr helfen würde?
| Kana: | Darf ich wirklich?? |
|---|
Kana ist überrascht und glücklich - anscheinend ist das ihr erster großer selbständiger Auftrag, also ein Vertrauensbeweis ihres Meisters - und noch dazu etwas, das sie ja ohnehin in ihrer Freizeit beschäftigt. Und was noch dazu kommt: Der Meister leiht ihr sein eigenes Werkzeug! Endlich Profi-Ausrüstung statt Bastelei!
Tatsächlich macht der Meister seinem Lehrling also eine große Freude, statt sie zu bestrafen. Um seine Fassade der Unnahbarkeit nicht zu gefährden, schiebt er dabei eine Regel als Grund vor:
| Oyakata: | Wir Städter sollten uns nicht zu sehr in das Leben der Haibane einmischen. |
|---|
Die sonst so "tough" auftretende Kana umarmt ihren strengen Meister - das sieht man auch nicht alle Tage!
| Kana: | Klasse! |
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Ziemlich kopflos rennt sie davon - sie kann es kaum erwarten, mit der Reparatur daheim anzufangen.
| Rakka: | Halt, warte... |
|---|
Rakka bleibt mal wieder zurück - aber höflich, wie sie ist, wendet sie sich zunächst an den Meister:
| Rakka: | Vielen Dank, daß ich heute hier arbeiten durfte. |
|---|
Auch der Meister hat inzwischen Zutrauen zu Rakka gewonnen und fragt sie direkt:
| Oyakata: | Sag mal, will Kana etwa hier aufhören? |
|---|
Unter "aufhören" dürfte der Meister noch etwas ganz Anderes verstehen als Rakka, die vom "Verlassen des Nests" noch keine Ahnung hat.
Rakka, die nie irgendwo unangenehm auffallen will, reagiert sofort:
| Rakka: | Oh, nein! Ich bin nicht gekommen, um Kana zu ersetzen. |
|---|---|
| Rakka: | Ich schaue mir nur ihre Arbeit an, weil ich hier neu bin. |
| Rakka: | Kana fühlt sich sehr wohl hier, da bin ich ganz sicher. |
|---|
Kana blickt derweil durchs Fenster, immer noch völlig happy.
| Oyakata: | Verstehe. |
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Rakka hat die richtigen Worte gefunden - der Meister atmet hörbar auf. Und er erklärt ihr auch, warum er so besorgt war:
| Oyakata: | Weil ihr alle diese Flügel habt, fürchte ich ständig, daß sie mir eines Tages davon fliegen wird. |
|---|
Wüßte Rakka bereits, was sie erst in zwei Episoden erfahren wird, dann könnte sie diese Bemerkung über das "Davonfliegen" ganz anders interpretieren. Oyakata klingt naiv mit dieser Bemerkung - aber wer weiß, wieviel er tatsächlich über das Wesen der Haibane weiß... immerhin ist er einer von nur wenigen Arbeitgebern in Guri, die sich dieser Aufgabe gestellt haben, und er könnte entweder von der Haibane Renmei entsprechend geschult oder sogar ein Mitglied derselben sein. Vielleicht will er mit dieser Zeile Rakka (und den Zuschauern) sogar gezielt bewußt machen, daß es zum Wesen der Haibane gehört, Guri zu verlassen? Noch weiß die Neue ja nichts vom Verlassen des Nestes...
Rakka geht jedenfalls nur auf die vordergründige Bedeutung seiner Aussage ein:
| Rakka: | Die sehen zwar nett aus, sind aber zu gar nichts zu gebrauchen. |
|---|
Die zweite Stelle über den Sinn der Flügel. In Episode 3 war es Reki nach ihrem Alptraum, die zu Rakka sagte, diese Flügel wären ja wohl reichlich nutzlos. Rakka (in ihrer Ahnungslosigkeit) sieht das derzeit genauso; Kuu wäre zu diesem Zeitpunkt bereits ganz anderer Meinung.
Ich denke, diese Aussagen über das (physische) Fliegen zeigen, wie weit entfernt die jeweilige Haibane innerlich vom Tag ihres Abfluges ist. Kana macht sich immerhin schon Gedanken über den Flug der Vögel - und ein wenig auch über ihren eigenen, wie wir sehen werden, als Kuu die Stadt verläßt. Die Furcht des Meisters ist also durchaus nicht unbegründet.
| Oyakata: | So ist das also. Na, dann bin ich ja beruhigt. |
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Und der Meister setzt sich an seinen Arbeitstisch und vertieft sich wieder in die Einzelteile seiner Uhr.
Rakka und Kana fahren auf dem Rad nach Hause.
| Kana: | Rakka, geht das nicht ein bißchen schneller? |
|---|
Kana ist immer noch "aufgezogen wie eine Uhr" - dabei ist ihr Vorwurf ungerecht, denn heimwärts geht es bergauf.
| Rakka: | Nein, jetzt fahren wir vorsichtig! |
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Kana mault herum - sie will möglichst schnell nach Hause:
| Kana: | Ach, Mensch... |
|---|
Und sie streichelt liebevoll den Werkzeugkasten...
Rakka und Kana arbeiten die Ereignisse des Tages auf:
| Rakka: | Danke für den heutigen Tag. |
|---|---|
| Kana: | Schon okay. Hat es dir denn geholfen? |
| Rakka: | Ja, mir sind einige Dinge klar geworden. |
| Kana: | Zum Beispiel? |
| Rakka: | Daß man Leute nicht nach dem ersten Anschein beurteilen darf. |
| Kana: | Ach, du meinst den Meister. Laß dich da mal nicht täuschen. |
| Kana: | Zu den Kunden ist er nett, aber... |
| Kana: | ...an mir hat er ständig etwas zu auszusetzen. |
Kana legt den Kopf auf Rakkas Schulter und "zieht einen Flunsch" - ein Bild der schreienden Ungerechtigkeit. ;-) Aber auch ein Bild, das zeigt, wieviel (nicht nur körperliche) Distanz zwischen der ansonsten ja ebenfalls "unnahbaren" Kana und Rakka bereits abgebaut worden ist. In Episode 12 werden wir eine weitere Szene dieser Art zu sehen bekommen.
| Rakka: | Nein, das meine ich nicht. |
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| Kana: | Sondern? |
|---|
Rakka hat heute viel über Kana gelernt: Sie ist sicher und kompetent in ihrem Bereich, sie kann im Team arbeiten, sie hat einen Beruf, in dem sie offensichtlich völlig aufgeht, und sie hat Rakka im richtigen Moment aus deren Depression geholt und ihr das Erlebnis einer wundervollen Aussicht über die Stadt geschenkt. Und sie beschäftigt sich mit den Vögeln... wenn man mit Kana umzugehen weiß, kann sie eine prima Freundin sein. Aber sie würde das nicht in dieser Form hören wollen, weil sie um ihre "Fassade" genauso besorgt ist wie der Uhrmacher - das konnte Rakka auf dem Balkon erkennen. Also hält Rakka ihren Mund.
Später wird Rakka in Reki eine Freundin mit einer noch viel massiveren "Mauer" erkennen - dafür war das heute eine gute Vorbereitung.
| Rakka: | Ach... nicht so wichtig. |
|---|---|
| Kana: | Manchmal bist du ganz schön seltsam. |
Kana wundert sich nur kurz - ihr Interesse gilt eher mechanischen als menschlichen Mysterien. Für Kana war der Tag ein Erfolg, und sie lehnt sich zufrieden zurück.
Rakka läßt ihren Geist schweifen - und stolpert über Fragen, die sonst kaum jemand stellen würde.
| Rakka: | Ich kann den Fluß riechen. |
|---|---|
| Kana: | Ja. |
Rakka erlebt gerade ein "deja vu":
| Rakka: | So eine Landschaft muß ich schon mal irgendwo gesehen haben. |
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Diesen Satz haben wir von ihr an diesem Tag so ähnlich auch schon mal gehört. Anläßlich von Szenen im Vor- und Nachspann der Episoden und während ihres Abenteuers im Brunnen nähren die Vermutung, daß Rakka in ihrem vorherigen Leben ertrunken sein könnte...
Vermutungen über ihr früheres Leben sind anscheinend Rakkas Lieblingsthema - und ihr offener Umgang mit diesem Thema kommt den anderen Haibane eher ungewöhnlich vor. Kana seufzt:
| Kana: | Da, schon wieder! |
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Anscheinend bezogen auf das "Manchmal bist du ganz schön seltsam" von vorhin. (Vielleicht berührt Rakka mit ihrer Offenheit über Erinnerungen an ihr früheres Leben eine Art "Tabu-Thema" für Haibane?) Um so erstaunlicher, dass Kana dann wieder leicht lächelt und dann doch wieder ihre tiefsinnigere Seite herauskehrt, denn irgendwie kann sie Rakka schon verstehen.
Rakka hat sich nicht damit abgefunden, von ihrer alten Welt getrennt zu sein; sie vermutet ihre Heimat außerhalb der Mauer, sie war geschockt, als sie ihren Namen vergessen hatte, sie reagierte verärgert, als Reki sie fragte, ob sie "sonst auch" Probleme mit elektrisierten Haaren habe. Rakka kämpft um ihre verlorenen Erinnerungen - und ich vermute, die Ursache dafür ist das Erscheinen des Vogels in ihrem Traum, den sie ja ebenfalls vergessen hat, aber der ihr helfen will, sich zu erinnern. Vielleicht ist das auch der Grund, weshalb Rakka sich für keinen Beruf entscheiden kann: Die Berufe sind Möglichkeiten für die Haibane, sich in ein soziales Umfeld zu integrieren (was ihnen in deren früheren Leben offensichtlich nicht hinreichend gut gelungen ist). Aber Rakka braucht keinen solchen Katalysator, um nach "sich selbst" zu suchen - sie tut das bereits aus eigenem Antrieb, angetrieben von der ihr angeborenen Neugier. Deshalb (aber auch aufgrund der Hilfe durch den Vogel) erzielt sie relativ schnell entsprechende Erfolge (viel schneller als Kana oder Hikari!), und deshalb kommt sie auch so gut mit dem Washi klar, den sie als ihren (spirituellen) Führer akzeptiert (was beispielsweise Reki nicht tut - und Reki integriert sich ja auch innerhalb von Old Home nur soweit, wie es die vordergründigen Bedürfnisse erfordern, und mit der Gewißheit, sich jederzeit in ihr Atelier zurückziehen zu können).
| Kana: | Aber ich verstehe, was du meinst. |
|---|
Erinnert sich Kana - deren Name immerhin "Flußfisch" bedeutet - in der Nähe dieses Flusses etwa auch an ihr früheres Leben? Vielleicht hat Rakka da gerade mehr von Kana sehen dürfen, als dieser bewußt ist. Es ist jedenfalls interessant, daß Kana dieses Thema nun tatsächlich aufgreift und nicht einfach nur gelangweilt reagiert. In Episode 5 werden wir sehen, daß Rakka bei den anderen Haibane mit diesem Thema "aneckt"; insofern ist sie für Kana, die insgeheim ähnlich fühlt, hier der ideale Gesprächspartner (im Gegensatz zu den anderen Bewohnern von Old Home wird Rakka in dieser Unterhaltung Kana nicht "schief ansehen", weil beide dieselbe Neigung verspüren, nach ihren Erinnerungen zu suchen) - und eine wirkliche Freundin (wie wir auch in kommenden Episoden sehen werden).
| Kana: | Erinnerst du dich an irgend etwas? |
|---|---|
| Rakka: | Nein. Komisch, nicht? |
| Rakka: | Wie man spricht oder Fahrrad fährt, daran kann ich mich erinnern, aber... |
Aber eben nicht an Einzelheiten, oder gar an Personen. Und vor allem nicht an den Vogel. Rakka wußte nach ihrem Schlüpfen aus dem Kokon, daß sie sich nur an Teile ihres Traums erinnert - das ist eine Besonderheit, welche Rakka und Reki aneinander bindet.
Rakka bricht ihren Satz mittendrin ab und bleibt dann eine Weile still - deshalb fragt Kana:
| Kana: | Was ist mit dir? |
|---|
Rakka erklärt Kana ihr vorheriges Schweigen:
| Rakka: | Ich glaube, in solchen Augenblicken habe ich normalerweise gesungen. |
|---|---|
| Rakka: | Deshalb dachte ich darüber nach, wie schön es wäre, wenn ich mich wenigstens an ein Lied erinnern könnte. |
Kanas Gesichtsausdruck ist nicht sonderlich euphorisch - wahrscheinlich schüttelt sie innerlich ihren Kopf über Rakka.
Zurück in Old Home stößt Kana als erstes auf ihre "Erzfeinde", die Krähen:
| Kana: | Es hat mich viel Zeit gekostet, dieses Netz zu finden, und ihr reißt es gleich am ersten Tag in Fetzen! |
|---|---|
| Reki: | Ganz schön hartnäckig, hm? |
| Kana: | Diese verflixten Krähen, also echt... |
| Reki: | Nein, dich meinte ich. |
Offensichtlich hält Reki Kanas Anstrengungen für "verlorene Liebesmüh'".
| Kana: | Was soll das nun wieder heißen??! |
|---|---|
| Reki: | Das hätte ich wohl nicht sagen sollen... |
Nun äußert sich auch noch Rakka zum Thema:
| Rakka: | Gib nicht auf! |
|---|
Rakka sieht Kana direkt an, als sie das sagt. Aber eine der Krähen auf der Mauer krächzt, als würde sie Rakka antworten!
Nach Rakkas bisheriger Kritik an Kanas Haltung den Krähen gegenüber ist diese nun völlig verwirrt:
| Kana: | Das galt jetzt aber nicht mir, oder? |
|---|---|
| Rakka: | Äh, so habe ich das nicht gemeint. |
| Rakka: | Ihr dürft beide nicht aufgeben! |
| Kana: | Was soll das denn heißen? |
Und zum krönenden Abschluß "gibt" der Vogel Kana "sein Bestes" - was wir bereits seit dem Beginn dieses Tages haben kommen sehen. ;-)
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